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Druckverfahren

Teil von Geschäftsdrucksachen für kleine Unternehmen: Formate, Materialien, Druckoptionen und Beschaffung

Wie werden Lieferscheine als Durchschreibesätze nummeriert und zu Blöcken verleimt?

So planen Sie einen dreiteiligen Lieferschein-Durchschreibesatz: Blattfolge, Nummerierungsfeld und Blockaufteilung mit 50 Sätzen pro Block präzise festlegen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Selbstdurchschreibepapier ist zwischen 60 und 90 g/m² schwer, holzfrei und FSC-zertifiziert; die Blattfolge bestimmt den Kopiermechanismus.
  • Das Nummerierungsfeld muss mindestens 24 × 6 mm groß sein und 5 mm Abstand zum Endformat halten; bei Perforation sind 7 mm nötig.
  • Geleimte Blöcke mit 50 Sätzen à 3 Blatt ergeben 150 Blätter pro Block; einzelne Blätter lassen sich leicht entnehmen.
  • Vor der Beauftragung sind Grammatur, Perforation und die Umsetzung fortlaufender Nummern über alle Blätter eines Satzes zu bestätigen.

Selbstdurchschreibepapier: Aufbau und Blattfolge

Der Kopiermechanismus entsteht durch chemische Reaktion zwischen den Beschichtungen. Das Oberblatt hat eine beschichtete Rückseite und ist der Farbgeber. Das Mittelblatt ist beidseitig beschichtet: Es empfängt die Kopie und gibt sie an das Unterblatt weiter. Das Unterblatt ist nur auf der Vorderseite beschichtet. Nur diese Reihenfolge ermöglicht das Durchschreiben mit Druck eines Kugelschreibers oder Bleistifts. Textmarker und Filzstifte eignen sich nicht, weil sie keinen ausreichenden Druck ausüben. Der Anbieter erklärt die Funktion der einzelnen Schichten.

Für einen Lieferschein sind drei Blätter sinnvoll: Original, Kundenkopie und interne Ablage. Das hochweiße Oberblatt kann vierfarbig bedruckt werden, Mittel- und Unterblatt nur einfarbig schwarz. Rosa und gelbe Unterblätter erleichtern die Unterscheidung. Möchten Sie auf der Rückseite des Oberblatts Hinweise drucken, ist eine 4/1-farbige Variante möglich. Die Papierstärke liegt im Bereich von 60 bis 90 g/m²; die genaue Grammatur bestätigt die Druckerei vor der Produktion.

Nummerierung korrekt anlegen

Fortlaufende Nummern auf Lieferscheinen erleichtern Zuordnung und Archivierung. Die Nummerierung besteht nur aus Ziffern, keine Buchstaben oder Sonderzeichen. Sie wird horizontal oder vertikal in Schriftgröße 12 pt und Farbe Schwarz angebracht. Legen Sie das Nummerierungsfeld mindestens 24 mm × 6 mm mit 5 mm Abstand zum Rand des Endformats an. Bei Perforation muss der Abstand mindestens 7 mm betragen; zwischen zwei Nummerierungsfeldern sind 14 mm einzuhalten.

Ein Beispiel: Für 500 dreiteilige Sätze wünscht das Handwerksunternehmen eine Nummerierung von 0001 bis 0500 ohne Neustart zwischen Blöcken. Jedes Blatt eines Satzes erhält dieselbe Nummer. Diese Anforderung muss die Druckerei bestätigen. Werden 50 Sätze pro Block gebunden, beginnt Block 1 mit 0001 und endet mit 0050; Block 10 läuft von 0451 bis 0500. Ist eine Perforation gewünscht, genügt ein Abstand von 5 mm nicht, dann sind 7 mm vom Nummerierungsfeld zur Perforationslinie einzuhalten.

Blockleimung: Verfahren und Grenzwerte

Die Blockleimung verwendet Kaltleim mit geringer Klebkraft. Bei identischen Blättern entfällt das Zusammentragen; bei Durchschreibesätzen mit unterschiedlichen Lagen werden die Blätter in der richtigen Reihenfolge zusammengelegt, gepresst und am Rücken verleimt. Der Anbieter beschreibt das Verfahren für unterschiedliche Druckmotive. Anschließend wird in der Regel an allen vier Seiten beschnitten. Einzelne Blätter lassen sich leicht entnehmen, deshalb eignet sich die Blockleimung für Abreißblöcke und Durchschreibesätze.

Hohe Grammaturen begünstigen das frühzeitige Lösen. Für Schreibblöcke empfiehlt der Anbieter maximal 120 g/m². Bei Durchschreibesätzen nennt er ausdrücklich: 50 Sätze mit je drei Blättern ergeben 150 Blätter pro Block; die Papiere haben dann eine Grammatur von 60 bis 90 g/m². In unserem Beispiel entstehen bei 500 Sätzen genau 10 Blöcke mit je 150 Blättern. Das entspricht dem dokumentierten Standard und ist beim Anbieter als geleimter Block bestellbar.

Auftrag festlegen: ein ausgefülltes Beispiel

Die folgende Tabelle fasst die Planung für einen fiktiven Handwerksbetrieb zusammen. Die Angaben sind Annahmen, keine bestätigte Produktkonfiguration.

Auftrag festlegen: Beispiel

Produkt
Dreiteiliger Lieferschein-Durchschreibesatz, DIN A5
Menge
500 Sätze, geleimt in 10 Blöcke à 50 Sätze
Blattfolge
Oberblatt weiß (Rückseite beschichtet), Mittelblatt rosa (beidseitig), Unterblatt gelb (Vorderseite)
Bedruckung
Oberblatt 4/0-farbig; Mittel- und Unterblatt einfarbig schwarz
Nummerierung
Fortlaufend 0001 bis 0500, gleiche Nummer auf allen drei Blättern eines Satzes
Blockaufteilung
Block 1: 0001 bis 0050; Block 10: 0451 bis 0500; keine Neunummerierung pro Block
Nummerierungsfeld
24 × 6 mm, Schwarz 12 pt, 5 mm zum Endformat; bei Perforation 7 mm

Vor der Freigabe prüfen Sie die Blattfolge und lassen sich bestätigen, dass jede Lage korrekt beschichtet ist. Die genaue Grammatur innerhalb 60 bis 90 g/m² sowie eine eventuelle Perforation sind produktabhängig und vor Bestellung zu klären. Die Umsetzung der satzweisen Nummerierung über alle drei Blätter muss die Druckerei ausdrücklich bestätigen.

Häufige Fragen

Welche Stifte eignen sich für Selbstdurchschreibepapier?

Kugelschreiber und Bleistifte funktionieren, weil sie Druck auf das Papier ausüben und die Farbpigment-Mikrokapseln aufplatzen. Textmarker oder Filzstifte sind ungeeignet.

Wie viele Blätter pro Block sind bei Durchschreibesätzen möglich?

Der Anbieter nennt 50 Sätze mit je drei Blättern, also 150 Blätter pro Block. Die Grammatur liegt dafür bei 60 bis 90 g/m². Mehr als 100 Inhaltsseiten sind generell nur bei geringer Grammatur sinnvoll, da schwere Blöcke die Leimung lösen können.

Warum muss das Nummerierungsfeld bei Perforation weiter vom Rand entfernt sein?

Weil die Perforation das Papier schwächt. Ein Abstand von nur 5 mm zum Endformat könnte beim Abtrennen die Nummer beschädigen. Deshalb verlangt der Anbieter mindestens 7 mm Abstand von der Perforationslinie.

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